Arbeitsplatz Zoo

Am Anfang war ein Stammtisch....
Am 19. Januar 1988 fanden sich auf Einladung von Hans Jürgen Bock (Zoo Wuppertal) mehr als 50 Tierpfleger in einer kleinen Gaststätte in der Nähe von Wuppertal ein, um am Gründungstreffen des “Tierpfleger-Stammtisches Nordrhein-Westfalen” teilzunehmen. Das Ziel war, ein regelmäßiges Treffen von interessierten Tierpflegern ins Leben zu rufen, um sich kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Diese Idee von Hans-Jürgen Bock wurde zu einem vollen Erfolg, begünstigt durch die sehr hohe “Zoo-Dichte” in Nordrhein-Westfalen, die die Anfahrtswege erträglich machten. Bis zum heutigen Zeitpunkt findet an jedem 3. Dienstag im Monat dieser Stammtisch statt, meist verbunden mit einem Dia- oder Video-Vortrag. Das war die Keimzelle, aus der alle weiteren Entwicklungen hervorgingen.

Dann hatte Wolfgang Schmiedeberg eine Idee ...
Nachdem sich im Kölner Zoo durch glückliche Umstände die “richtigen Leute” gefunden hatten, konnte Wolfgang Schmiedeberg (Primatenpfleger) mit Hilfe von vier Arbeitskollegen eine seit längerem gehegte Idee in die Tat umsetzen: eine Tierpfleger-Fachzeitschrift für den deutschsprachigen Raum - der “Arbeitsplatz Zoo” war geboren. Im späten Frühjahr 1990 erschien die erste Ausgabe in zunächst bescheidenem Umfang (24 Seiten A5). Als Pioniere, die die ersten Berichte zur Veröffentlichung eingereicht hatten, fungierten der leider viel zu früh verstorbene, unvergessene Uwe Rothe/Zoo Saarbrücken, Roland Wolf/Zoo Hannover und Brian Bastone/Zoo Köln. Die Erstauflage von 400 Exemplaren war rasch vergriffen und auch die 200 nachgedruckten Hefte fanden mühelos Abnehmer. Es zeigte sich schnell, dass hier eine echte Marktlücke erschlossen worden war. Im Heft 2 des ersten Jahrganges wurden bereits 24 Zoos aufgelistet, in denen die Zeitschrift verteilt wurde. Dies hat sich bis heute auf eine stattliche Anzahl von über 90 zoologische Einrichtungen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, der Schweiz, in Frankreich sowie Luxemburg gesteigert. Zusätzlich wird “Arbeitsplatz Zoo” in Einzelexemplaren an mehrere kleine Parks und an interessierte Privatpersonen versandt. Insgesamt erreichen wir heute mit einer Auflage von 1600 Exemplaren flächendeckend die Tierpflegerschaft im deutschsprachigen Raum. Dass unsere Zeitschrift u.a. auch in Australien, Uruguay und Kalifornien von Menschen, die der deutschen Sprache mächtig sind, gelesen wird, sei nur am Rande erwähnt.

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